KiezWalk · Spaziergänge & WissenEN

KiezWalk · 30.10.2026

Neukölln-Spaziergang: Rixdorf rund um den Richardplatz

Rund um den Richardplatz lässt sich Neukölln auf einer kleinen Runde erkunden. Beginne am Platz, geh durch die benachbarten Straßen von Rixdorf und kehre anschließend zu deinem Ausgangspunkt zurück. Der Reiz liegt im Wechsel der Bebauung und im Blick auf ältere Siedlungsspuren innerhalb der heutigen Großstadt.

Illustration: Menschen entdecken einen Berliner Kiez
KI-generierte Illustration; keine Originalaufnahme der App.

Warum hier noch von Rixdorf die Rede ist

Rixdorf wurde 1912 in Neukölln umbenannt. Die Chronik des Bezirksamts beschreibt außerdem die Ansiedlung böhmischer Glaubensflüchtlinge im Jahr 1737. Diese beiden Angaben helfen bei der Orientierung: Rixdorf ist nicht einfach ein neuer Name für ein touristisches Viertel, sondern verweist auf die Geschichte des Ortes.

Eine historische Bezeichnung und die heutige Bezirksgrenze sind allerdings nicht dasselbe. Prüfe bei einer Geschichte, welcher Ort und welche Zeit gemeint sind. Ein Ereignis aus einem historischen Dorf lässt sich nicht ohne Weiteres auf den gesamten heutigen Bezirk übertragen.

Den Richardplatz als Mittelpunkt nehmen

Beginne mit einem Blick auf den ganzen Platz. Welche Gebäude fallen durch ihre Größe auf? Wie liegen sie zu den Straßen, die auf den Platz führen? Such dir anschließend ein einzelnes Bauwerk aus, statt sofort die nächste Sehenswürdigkeit anzusteuern.

Die Schmiede und die Bethlehemskirche sind mögliche Bezugspunkte für deine Außenbetrachtung. Ob Innenräume besucht werden können, prüfst du jeweils gesondert. Du brauchst für diese Runde keinen garantierten Eintritt: Die Beziehung zwischen Platz, Häusern und Straßen ist bereits ein Thema für sich.

Richardstraße und Kirchgasse genauer ansehen

Plane eine kurze Verbindung durch Richardstraße und Kirchgasse, die zu deinem gewünschten Endpunkt passt. Folge den öffentlichen Wegen und respektiere private Höfe und Gärten. Gerade kleine Gebäude und ruhige Durchgänge wirken einladend, ohne öffentlich zugänglich zu sein.

Achte beim Gehen auf den Wechsel der Maßstäbe. Welche Abschnitte wirken kleinteilig, wo wird die Bebauung dichter? Notiere lieber ein konkretes Detail als das pauschale Urteil, hier sei alles unverändert geblieben. Eine heutige Ansicht zeigt immer auch spätere Umbauten und neue Nutzungen.

Für eine längere Variante kannst du den Karl-Marx-Platz ergänzen. Entscheide das erst nach deiner Runde um den Richardplatz. Wenn du dort schon viel Zeit verbracht hast, ist ein zweiter Platz keine notwendige Ergänzung.

Die Geschichte mitnehmen

KiezWalk kann dir verfügbare Ortsgeschichten zum Zuhören anbieten. Prüfe in der Demo, welche Beiträge zu deinem Weg passen. Nach dem Hören lohnt ein zweiter Blick auf denselben Ort: Welche Aussage lässt sich an etwas Sichtbarem festmachen, welche braucht die historische Quelle?

Dabei hilft unser Ratgeber zum Prüfen von Stadtgeschichten. Wer ein altes Straßenbild danebenlegen möchte, findet Tipps zur Suche nach historischen Fotos. Eine andere überschaubare Runde verbindet Bergmannkiez und Viktoriapark.